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Helena auf dem Weg zum Kleinkind PDF Drucken E-Mail
Samstag, 10. April 2010
So schnell geht das. 9 Monate ist das Kind und definitiv kein Baby mehr. In den letzten paar Wochen hat Helena explosionsartig Fortschritte gemacht, nachdem sich zuvor lange recht wenig getan hatte. Nun kann sie plötzlich sitzen, sich aufsetzen, robben, krabbeln (wobei sie auf glattem Untergrund das Robben bevorzugt) und will sich überall in den Stand hochziehen.

Ja, sie wagt es auch schon, sich mit einer Hand im Stand zu halten und mit der freien Hand zu agieren. Gerne zieht sie sie sich auch an Bezugspersonen hoch und animiert sie, sie mit großen tapsigen Schritten laufen zu lassen (noch an beiden Händen). Damit hat sie ungefähr ein Vierteljahr Vorsprung vor Felix im selben Alter. Mädchen sind halt wirklich schneller.

Gleichzeitig fängt Helena zu plappern an und hat schon eine Handvoll Wörter und Ausrufe drauf:

  • "da-da!" (meist geflüstert)
  • "ui!"
  • "baba" (leider selten!)
  • "hich", "huich": Licht
  • "at", "ab": weg, Bewegung. Mit großer Geste wirft sie z.B. Bälle und ruft ihnen "at!!" hinterher.
  • "autch": aus. Momentan das absolute Lieblingswort. Insbesondere wenn Lichtlein an elektrischen Geräten verlöschen oder wenn Musik verstummt
Bei der Ernährung herrscht ein zwiespältiges Bild. Einerseits interessiert sie sich brennend für das Erwachsenen-Essen und vertilgt selbständig Brotstücke oder lässt sich Nudelsuppe und Spätzle reinlöffeln. Andererseits ist das Kind ums Verplatzen nicht von Mutters Brust loszubekommen. Der Milchnachtisch (oder -vortisch!) wird mit größtem Nachdruck eingefordert, bis Mama weich wird. Felix war da zu der Zeit schon fast abgestillt.

Tagsüber ist das lästig, nachts ist es ein Riesenproblem. Wenn Sibylle sich bisher um Helena kümmerte, und sie nicht stillen mochte, veranstaltete diese einen Mordsaufstand, bekam gar stundenlange Schreikrämpfe. Mehrfach waren wir schon mit den Nerven total am Ende, keine Besserung schien in Sicht.

Nun war bisher nicht klar, ob sie wirklich nachts Hunger hat. Wir haben über Ostern das Experiment gewagt, einfach nur den Papa zum quengelnden Kind zu schicken. Und siehe da, von dem erwartet sie überhaupt keine Milch und lässt sich mit geringem Aufwand beruhigen. Nur kann der Papa zwar im Urlaub und am Wochenende die Nachtwache übernehmen, aber zu normalen Werktagen nicht. Wir sind gespannt, ob Helena mitmacht, wenn wieder Sibylle kommt, oder ob das Schreiverhalten wieder losgeht.

Letzte Aktualisierung ( Samstag, 10. April 2010 )
 
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